Heilpilze und Chinesische Medizin

Wie Pilze unseren Stoffwechsel und unser Qi modulieren

Onlinekurs

Lernziel

In diesem Kurs werden die bekanntesten therapeutisch wirksamen Vitalpilze ausführlich dargestellt.
Dazu gehört, die therapeutische Wirkungsweise der Pilze sowohl anhand Ihrer Inhaltstoffe wie auch aus der Perspektive der Chinesischen Medizin zu erklären.
In einer ausführlichen Einleitung wird auf traditionelle und moderne Anbaumethoden eingegangen.

Inhalt

Unter den Begriffen Medizinalpilze, Vitalpilze, oder auch Heilpilze, werden Pilze bezeichnet, mit denen neben einer positiven Wirkung auf die Gesundheit auch ein therapeutisch wirksamer Effekt erzielt werden kann. Diese Pilze haben eine lange Geschichte in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wie auch in der westlichen Naturheilkunde.
Pilze zählen weder zum Pflanzen- noch zum Tierreich. Sie bilden ihr eigenes biologisch, abgrenzbares Reich. Für die Natur haben sie eine bedeutende Rolle für das Gleichgewicht im Ökosystem, den Kohlenstoffkreislauf und für den Nährstoffaustausch, da sie organisches Material zersetzen und an die Umgebung abgeben.
Pilze sind aber noch viel mehr, als das, was wir an der Oberfläche sehen, denn der Hauptteil dessen liegt als Myzel im Verborgenen unter der Erde oder im Holz. Etwa 25% der gesamten Biomasse auf der Welt besteht aus dem Reich der Pilze.
Die „Omnipräsenz“ von Pilzen beruht darauf, dass sie starke Adaptoren sind, d.h. sie passen sich hervorragend an ihre Umgebung an und verstoffwechseln organische und anorganische Substanzen gleichermaßen. Diese Eigenschaft wurde unabhängig voneinander in verschiedenen Kulturen erkannt und im medizinischen Bereich eingesetzt.
Ein bekanntes Beispiel dafür ist u.a. der Cordyceps: der Pilz infiziert Raupen, die ihm als Substrat dienen. Er lebt endemisch in den Hochebenen Tibets in Höhen von 3000-5000 m. In der Chinesischen Medizin wurde er erstmals 1694 beschrieben. Er stärkt insbesondere Lungen Qi und Ni eren Yang. In der westlichen Medizin wird er aktuell gerne zur Regeneration, besonders nach Lungen-Erkrankungen, eingesetzt, und generell zur Stärkung. Er gilt sogar als Art „doping“ Pilz, da er den Sauerstofftransport im Blut verbessert, Muskeln und Gehirn gut versorgt, als „burn out“ Medikament eingesetzt wird und aktuell sehr erfolgreich auch bei Long Covid. Auf die Psyche wirkt er motivationssteigernd.
Ein anderes Beispiel ist der Coprinus aus der Familie der Tintenlinge. Er vollzieht eine Autolyse bevor er seine Sporen zur Vermehrung abwirft, d.h. er zersetzt sich selbst und bildet dabei eine schwärzliche Verfärbung, die zur Tintenherstellung (daher der Name) benutzt wird. In den menschlichen Stoffwechsel greift er wie kein anderer Pilz in den Zuckerstoffwechsel ein und gilt als natürliches Diabetesmittel. Generell wirkt es Stoffwechselaktivierend und damit „reinigend“ in unserem Körper, indem er Ablagerungen auflöst und diese ausgeschieden werden können.

Der bei uns bekannteste und weltweit mit am häufigsten angebaute Pilz ist der Champignon. Nicht nur als Nahrungsmittel gesund und bekömmlich, er wirkt wie ein Balsam auf den kompletten Ma-Da Trakt, spürt Entzündungen und lindert diese, Ablagerungen löst er auf und unterstützt den Abtransport.

Generell wirken Pilze in folgenden Bereichen:

  • immunmodulierend
  • Stoffwechsel aktivierend
  • antikancerogen
  • antientzündlich
  • antiviral
  • regulieren unsere Darmflora
  • stärken die Struktur (insbesondere Zellmembranen und proteinhaltiges Zytosklett zur Festigung der Zellen), und in der Sprache der Chinesischen Medizin:
  • Stärkung und Regulierung von wei-Qi, ying-Qi und zong-Qi.

Pilze stärken den Stoffwechsel, regulieren enzymatische Aktivität, sie modulieren und festigen damit unser Qi.

Kursinhalte im Einzelnen

14.02.2024:    Einleitung

  • Biologie der Pilze, therapeutisch wirksame Inhaltsstoffe
  • Geschichte der Vitalpilze, Anwendungsgebiete
  • Pilzportrait: Agarius

21.02.2024:    Pilzportrait: Auricularia, Chaga, Champignon

28.02.2024:    Pilzportrait: Coprinus, Cordyceps, Coriolus,

06.03.2024:    Pilzportrait: Hericium, Maitake, Pleurotus,

13.03.2024:    Pilzportrait: Polyporus, Reishi, Shiitake

Dozentin Ines Brüntrup
Termine 14. Februar 2024
21. Februar 2024
28. Februar 2024
06. März 2024
13. März 2024

5 Mittwoche 18 – 21 Uhr
Unterrichtsstunden 20 UE (= Credits)
Ort Online - Die Kursabende werden zudem aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden bis Ende März 2024 zur Verfügung.
Kursgebühr Bei Anmeldung bis 03.01.2024:
€ 346 | AGTCM-Mitglieder € 277
Bei späterer Anmeldung:
€ 382 | AGTCM-Mitglieder € 306