Einführung in Traumatherapie mit Chinesischen Kräutern

Lernziel

Nach diesem Kurs …

  • … haben Sie ein vertieftes Verständnis der physiologischen Grundlagen der Chinesischen Medizin, die für die Einordnung von Traumata wichtig sind.
  • … kennen Sie die grundsätzlichen Pathomechanismen von Traumatisierung aus Sicht der Chinesischen Medizin.
  • … haben Sie ein vertieftes Verständnis von wichtigen Kräuterrezepturen zur Behandlung Traumatisierter.
  • … haben Sie sich damit auseinandergesetzt, welche Besonderheiten das Behandlungsverhältnis mit Traumatisierten mit sich bringt.
  • … haben Sie wichtige diagnostische Merkmale zur Einordnung der Situation Traumatisierter kennengelernt und deren Wahrnehmung geübt.

Inhalt

Chinesische Medizin erfasst die Pathomechanismen von Traumatisierung aus einem Blickwinkel, der die menschliche Existenz nicht in „Psyche“ und „Soma“ trennt. Das bringt entscheidende Vorteile in der Behandlung von Traumata mit sich. Der Patient wird umfassend wahrgenommen, und es ist nicht nötig, ihn nach den traumatisierenden Ereignissen zu befragen - er wird also nicht der Gefahr einer Retraumatisierung ausgesetzt. Interessanterweise lassen sich die Ergebnisse der neurowissenschaftlichen Traumaforschung gut in Chinesisches Denken „übersetzen“. Bei der PostTraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erweisen sich  Chinesische Kräuter als sehr hilfreich, so dass viele Behandlungen weniger als drei Monate dauern.

In diesem Kurs vermittelt Michael Huber die Erfahrungen und Rückschlüsse aus zwei Projekten, in denen er in den letzten Jahren traumatisierte Flüchtlinge mit chinesischen Kräutern behandelt hat.

Er erarbeitet mit Ihnen die physiologischen Grundlagen, die nötig sind, um die Pathophysiologie von Traumata aus chinesischer Sicht verstehen zu können.

Sie bekommen ein Verständnis von klassischen Rezepten, das Einschränkungen der gängigen Lehrbücher vermeidet. Das ermöglicht Ihnen die flexible, an die Situation angepasste Kombination von Rezepten und Kräutern.

Michael Huber wird im Kurs auf die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Settings bei der Behandlung Traumatisierter eingehen.

Ein wichtiges Thema ist, wie Behandlungssituationen vermieden werden können, die von Paternalismus, Helfersyndrom und anderen unproduktiven Mustern geprägt sind.

Durch Fallbeispiele und praktische Übungen erhalten Sie ein plastischeres und tieferes Verständnis.

Dozent Michael Huber
Termin 18.-19. Mai 2019
Sa 10-18, So 9-16 Uhr
Unterrichtsstunden 16 UE (=Credits)
Ort Input e. V. | Sandstr. 41 | 80335 München
Anreise
Teilnehmerprofil Ärzte, Heilpraktiker und andere Therapeuten mit Grundkenntnissen in Chinesischer Kräutertherapie
Kursgebühr Bei Anmeldung bis 05. April 2019:
€ 270 | AGTCM-Mitglieder € 216
Bei späterer Anmeldung:
€ 302 | AGTCM-Mitglieder € 242
Zertifizierung Eine Zertifizierung durch die BLÄK kann beantragt werden
Michael Huber
Michael Huber