Ausbildung in Chinesischer Medizin und Akupunktur

Unsere neu konzipierte berufsbegleitende zweijährige Akupunkturausbildung mit AGTCM Diplom startet im September 2017. Ihre Vorteile im Überblick:

  • Lernen von erfahrenen Dozenten und Therapeuten im Seminarraum und in der Lehrpraxis
  • Didaktisch durchdachte Verzahnung von Theorie und Praxis
  • 50 % Praxisanteil
  • Kleine Ausbildungsgruppen

Inhalte und Konzept

Die Quintessenz aus vielen Jahren Erfahrung in der Ausbildung in Chinesischer Medizin

Unser Ausbildungskonzept fußt auf dem fundierten Fachwissen des Dozententeams und seiner langjährigen klinischen Erfahrung ebenso wie auf wichtigen Erkenntnissen der Lerntheorie. So können wir Ihnen einen fachlich anspruchsvollen und gleichzeitig praxistauglichen und nachhaltigen Einstieg in die Konzepte der Chinesi­schen Medizin bieten. In drei Kreisen vertiefen und erwei­tern Sie Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten schrittweise durch Wiederholung und Ergänzung, stets in enger Verzahnung von Praxis und Theorie. Bereits nach zwei Monaten beginnt die Arbeit mit Patienten in unserer wöchentlichen Lehr­praxis, in der Sie zu Beginn einfach beobachten und dann zunehmend eigenverantwortlich Patienten behandeln.

So erhalten Sie in unserer Ausbildung die theoretische Kompetenz und die praktische Erfahrung, und auch die Sicherheit und das Selbstvertrauen bei der Akupunktur, die Sie zu einem erfolgreichen Praxisstart in die Welt der Chinesischen Medizin befähigen.

Der erste Kreis - Monate 1 und 2

Wir gehen in der Ausbildung immer von Ihrer eigenen Wahrnehmung aus – Ausbildung von Therapeuten ist immer auch Wahrnehmungs­schulung. Denn als westlich geprägte Menschen sind wir mit spezifischen medizi­ni­schen Kategorien und Mustern der Körper­wahr­nehmung aufgewachsen. Die Konzepte der Chinesischen Medizin unterscheiden sich hiervon erheblich und erschließen sich für uns nicht ohne weiteres.

In unserem Einführungs­wo­chenende öffnen wir das Tor zur Welt der Chinesischen Medizin. Sie erfahren, worum es bei Chinesischer Medizin geht, und wie sie funktioniert. Sie erhalten einen Einblick in Konzepte wie qi und die besondere Dualität von yin und yang, bei der ein Aspekt immer auch den jeweils anderen mit enthält. Ausgehend von Ihrer Wahrnehmung erarbeiten wir die Grundlagen der Puls-, Zungen-, und Bauchdiagnose, und es ist uns wichtig, dass Sie schon an diesen ersten Tagen die Nadeln in die Hand nehmen und ausprobieren. So bekommen
Sie einen ersten Eindruck vom Behandlungsprozess, der von der Wahrnehmung, deren Einordnung in die Konzepte der Chinesischen Medizin (Diagnose) bis zur Handlung (Akupunktur) führt.

Es folgen sieben Nachmittage (einer pro Woche) und ein weiteres Wochenende, in denen Sie das Leitbahnsystem und die wichtigsten Akupunkturpunkte in ihrer Wirkung kennen lernen und Punkte lokalisieren üben. Sie werden in Stichtechniken geschult und erhalten eine fundierte Einführung in grundlegende Begriffe der Chinesischen Medizin, so wie sie in den klassischen Texten beschrieben werden.

Der zweite Kreis - Monate 3 bis 12

Eine Intensivwoche legt die Grundsteine für alle wichtigen Themen des ersten Jahres, die dann in 8 Wochenenden – einem pro Monat – vertieft werden. Wichtige Diagnosefertigkeiten, Stichtechniken und Punktlokalisation werden immer wieder ausführlich geübt und erweitert. So lernen Sie, Ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen, und erarbeiten gemeinsam mit den Dozenten schrittweise alle wichtigen Konzepte und Modelle.

Wie erklärt Chinesische Medizin die menschliche Physiologie?

Atmen, schlafen, essen, trinken, verdauen, gehen, sitzen, denken, lachen, weinen, sehen, hören… Die Grundlage für das chinesische Verständnis des menschlichen Lebens bilden ausgehend von yin und yang die Konzepte der

  • Substanzen: qi, Blut (xue), Flüssigkeiten (jinye), Essenz (jing) und Geist/Spirit (shen).
  • Funktionskreise / Organe (zangfu) und Wandlungsphasen / Elemente (wu xing)
  • Leitbahnen (jingluo)

Wir betrachten gemeinsam grundlegende physiologische Prozesse: wie die Körpersubstanzen entstehen, wie sie sich im Körper bewegen und wandeln, und was die Rolle der zangfu dabei ist. Sie verstehen, welche Funktionen die zangfu, Substanzen und jingluo haben, und wie sie zusam­men­wirken. So erhalten Sie ein Bild menschlicher Physio­logie aus chinesischer Sicht.

Aus der fundierten Kenntnis der Physiologie entsteht ein tiefgehendes Verständnis für den Pathomechanismus, d.h. für die Art und Weise, wie bei einer Krankheit die Abläufe im Organismus gestört sind.

Pathologie ist gestörte Physiologie

Sie lernen, die Symptome und Zeichen dieses Patho­mecha­nismus mit den vier diagnostischen Methoden (si zhen) der Chinesischen Medizin wahrzunehmen:

  • Mit der visuellen körperlichen Untersuchung (Inspektion): Differenzierung der spezifischen Zeichen von Zunge, Haut und Gesichtsfarbe
  • Mit der Diagnose nach Gehör (Klang der Stimme, Atmung, Husten) und Geruchssinn (Körpergeruch)
  • Mit der Befragung (Anamnese)
  • Mit der tastenden Untersuchung (Palpation) von Puls, Haut und Bauch.

Und Sie lernen, die Symptome und Zeichen anhand der acht Leitkriterien (ba gang) einzuordnen und so zu erkennen, auf welche Weise die Abläufe im Organismus gestört sind (Pathologie der Substanzen, zangfu, jingluo, etc.).

Sie lernen, wie es zu diesen Störungen kommt (Krankheitsfaktoren) und wie Sie mit Akupunktur regulierend auf den Organismus einwirken können:

„Akupunktur reguliert das qi“ (Huang Di nei jing ling shu Kap.75)

Um das reguläre Fließen und Wandeln wieder zu ermög­lichen, ist die grundsätzliche Behandlungsstrategie tong: durchgängig machen. Ausgehend davon erlernen Sie differen­zierte Behandlungsstrategien und entsprechende Akupunkturtechniken. Und Sie beschäftigen sich mit den Wirkungen der verschiedenen Punktekategorien (shu, hui, mu, xi) sowie mit den spezifischen Indikationen der einzelnen Akupunkturpunkte.

Die zweite Intensiv-Woche schließt den zweiten Kreis der Ausbildung. Alle grundlegenden Fähigkeiten, die Sie im ersten Jahr erlernt haben, werden nochmals vertieft und integriert.

Der dritte Kreis - Monate 13 bis 24

In den Wochenenden des zweiten Jahres liegt ein Schwerpunkt auf der Differenzierung westlicher und chinesischer Krankheitsbilder aus den verschiedensten Bereichen wie Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Verdauungssystems, Schmerzsyndrome, gynäkologische Erkrankungen usw. Hier wird vermittelt und anhand von Fallbeispielen bedeutender chinesischer Ärzte verdeutlicht, wie das Gelernte im Praxisalltag umgesetzt wird. Entsprechend werden Sie in der Lehrpraxis immer selbst­ständiger diagnostizieren, Behandlungsstrategien und Punktauswahl erarbeiten und unter Supervision behandeln.

Neue, wichtige Kapitel der Chinesischen Medizin werden aufgeschlagen, in denen Sie sich ausprobieren können, um zu erkennen, welche Stile, welche Techniken und Therapie­formen Ihnen am meisten liegen:

Mit der Japanischen Meridiantherapie (Keiraku chiryo) werden Sie in eines der bekanntesten Akupunktursysteme eingeführt, das auf dem Nan jing (Klassiker der Schwierig­keiten) beruht. Puls- und Bauchdiagnose, Behandlungs­strategien nach den 5 Wandlungsphasen (wu xing) und die Verwendung sehr dünner Nadeln sind wesentliche Merk­male dieses Ansatzes, mit dem Sie auch 3 Monate lang in der Lehrpraxis arbeiten werden.

Mit der Ernährungslehre (Diätetik) betreten Sie die Welt der Geschmäcker, die zusammen mit dem Temperatur­ver­hal­ten von Nahrungsmitteln die Grundlage für deren thera­peu­tischen Einsatz darstellen. 

Tuina-Therapie umfasst muskuläre Massagen, chiro­prak­tische Manipulationen, aktive und passive Gelenk­mobili­sationen sowie Akupressur entlang der Leitbahnen (Meridi­ane) und deren Punkten. Sie wird Ihnen ebenso vorgestellt wie Gua Sha, eine äußerliche Behandlungs­technik, die Ge­mein­samkeiten mit dem Schröpfen hat.

Die Sechs Schichten und Vier Aspekte sind zentrale Kon­zepte der Kräutertherapie, aber auch für die Diagnose und Therapie in der Akupunktur sehr hilfreich, besonders um die Situation bei Infekten adäquat zu erfassen.

Die Anwendung der außerordentlichen Gefäße (Qi jing bai mai), wie sie in klassischen und modernen Quellen beschrieben ist, eröffnet Ihnen eine weitere wichtige Behandlungsmöglichkeit in der Akupunktur.

Das Ambulatorium - Lernen in der Lehrpraxis

Die Erfahrung zeigt, dass es für eine erfolgreiche Ausbil­dung zentral ist, das Gelernte unter Supervision in der Lehr­praxis anzuwenden. Tradi­tio­nell lernten chine­si­sche Ärz­te ihr Handwerk, indem sie einen erfahrenen Arzt über meh­­rere Jahre beglei­­teten und beobachteten. In unserer Um­setzung dieses Ansatzes auf heutige Bedin­gungen werden Sie in der Lehr­praxis jeweils 3 Mona­te von demsel­ben Do­zen­ten betreut. In einer kleinen Gruppe von ca. 6 Schülern werden pro Nach­mittag je nach Fortschritt der Aus­bildung 2 bis 6 Patien­ten behandelt – zu Beginn führt der Dozent die Behand­lung durch, schritt­weise überneh­men die Schüler.

Patienten kommen jede Woche zur selben Gruppe, so dass jeder Schüler die Gelegenheit hat, den Fort­schritt „seiner“ Behand­lung zu beobachten.

Wenn Sie nicht jede Woche nach München kommen können: Variante für Weitanreisende

Wie lernen Sie im ABZ München?

Konsistent und praxisorientiert
Die Vielfalt der theoretischen Konzepte und praktischen Ansätze in der Chinesischen Medizin kann gerade am Anfang verwirrend wirken. Es ist eine Herausforderung, mit dem chinesischen sowohl – als auch zurecht zu kommen, wo aus dem gewohnten Blickwinkel des entweder – oder lauter Widersprüche zu sehen sind. Um Sie hierbei zu unterstützen, stellen wir Ihnen aus der Fülle der verfügbaren Konzepte eine praxis­relevante Auswahl zur Verfügung – das, was Sie für den Anfang brauchen. Dabei ist es wichtig, dass unsere Dozenten voneinander wissen, wer was wie versteht und erklärt. Dafür sorgen wir durch einen stetigen Austausch im Dozententeam.

In kleinen Gruppen
Pro Ausbildungsgruppe max. 24 Teilnehmer(innen), im Ambulatorium ca. 6 Teilnehmer(innen) pro Dozent


Enge Verzahnung von Theorie und Praxis
Unsere Dozenten sind hoch qualifiziert und vermitteln Ihnen ihr umfangreiches theoretisches Wissen, wobei sie die praktische Relevanz stets im Blick behalten. Wir überlegen immer, wie wir Ihnen einen prakti­schen Zugang zu den In­halten bieten können, so dass unsere fundierten Theoriestunden bei Ihnen auf fruchtbaren Boden fallen.


Das ABZ München führt das Zeichen 通 (tōng) im Logo, das „durchgängig machen“ und „verbinden“ bedeutet, aber auch „durchdringen“ im Sinne von „etwas in der Tiefe erfassen“ und dadurch „zum Experten werden“. Unsere Akupunkturausbildung legt dafür den Grundstein.

Dozenten Ferdinand Beck
Stephen Birch
Mareen Both
Don Halfkenny
Michael Huber
Nalini Kirk
Helmut Magel
Bettina Preu
Jürgen Schroll
Alexander Sembritzki
Anja Stiehle
Sarah Theiss
Christian Weidl
Heike Zander
Termine 2 Jahre berufsbegleitend ab September 2017
(22 Wochenenden, 76 Nachmittage und 2 Intensivwochen)
Alle Termine
Für Weitanreisende Variante mit nur 2-3 Terminen pro Monat
Montagsgruppe 1 mit 2 Terminen im Monat (derzeit ausgebucht)

Montagsgruppe 2 mit 2-3 Terminen im Monat (noch Plätze frei)
Unterrichtsstunden 974 UE,
davon Ambulatorium in der Lehrpraxis: 354 UE
Ort Wochenendseminare:
Salesianum München | St-Wolfgangs-Platz 11 | 81669 München | Tel. +49 (89) 48008-0
Anreise
Weitere Orte für Ambulatorium und Intensivwochen finden sich in der Terminübersicht
Teilnehmerzahl Maximal 21
Teilnehmerprofil Teilnehmer ohne Vorkenntnisse
Kursgebühr 9.354 €, inkl. 345 € Anmeldegebühr und 200 € Prüfungsgebühr. Monatliche Raten: 383 €.

Bei Zahlung in 2 Raten: 2% Skonto

Preis pro Unterrichtseinheit: 9,60 €

Anmeldung und weitere Informationen

Wir beraten Sie gern! Bitte

um einen kostenlosen Beratungstermin zu vereinbaren bzw. die Anmeldeunterlagen anzufordern.

Kursbeschreibung

Alle Termine

Neu!

Beginnen Sie gleichzeitig mit unserer Akupunkturausbildung ein Bachelor-Studium in Hangzhou (China)!

Dozenten

Bild von Ferdinand Beck
Ferdinand Beck
Bild von Stephen Birch
Stephen Birch
Bild von Mareen Both
Mareen Both
Bild von Don Halfkenny
Don Halfkenny
Bild von Michael Huber
Michael Huber
Bild von Nalini Kirk
Nalini Kirk
Bild von Helmut Magel
Helmut Magel
Bild von Bettina Preu
Bettina Preu
Bild von Jürgen Schroll
Jürgen Schroll
Bild von Alexander Sembritzki
Alexander Sembritzki
Bild von Anne Söhn
Anne Söhn
Bild von Anja Stiehle
Anja Stiehle
Bild von Sarah Theiss
Sarah Theiss
Bild von Christian Weidl
Christian Weidl
Bild von Heike Zander
Heike Zander